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25.09.2017

"Busdepot wird zur Markthalle beruflicher Einstiegschancen"


Stelldichein der Organisatoren: Kurz vor der Ausbildungsmesse Ennepe-Ruhr unterstrichen die Organisatoren und Förderer Bedeutung und Besonderheiten des Angebotes: Michael Stechele, Olaf Schade, Uwe Träris, Jörg Filter, Jürgen Köder, Dr. Gisela Tervooren (bedie EN-Agentur) und Markus Schwandt (AVU)./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

(pen) „Der Bus ist weg“ - was im Alltag an der Haltestelle selten Freudensprünge auslöst, signalisiert im Busdepot der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr in Ennepetal seit Jahren: Am Wuppermannshof wird Platz für die nächste Ausbildungsmesse Ennepe-Ruhr gemacht. Kaum hat das letzte Fahrzeug die 4.000 Quadratmeter große Halle verlassen, stehen schon die Unternehmen vor den Rolltoren. Mit ihren Ständen lassen sie eine Markthalle der beruflichen Einstiegschancen entstehen. 2017 sind mehr als 140 Unternehmen und sechs Hochschulen dabei, sie präsentieren gut 200 Ausbildungsangebote.

„Was da ausgepackt und aufgebaut wird, geht weit über die Auslage von Informationsbroschüren hinaus. Wer durch die Gänge wandelt, der sieht, wie geairbrusht, gemauert oder geschraubt, gefeilt, gelötet und gefliest wird. Alles zum Anfassen und Ausprobieren, praktischer kann in eigener Sache kaum geworben werden“, zeigt sich Landrat Olaf Schade von seinen Messebesuchen beeindruckt. Seine Beobachtung: Hier wird nicht nur phantasiereich für Ausbildungen geworben. Die Aktionen sind auch häufig der Türöffner, um mit den möglichen Fachkräften von morgen ins Gespräch zu kommen.

Auf diesen Effekt setzt auch die AVU. Der Gevelsberger Energieversorger ist Messeförderer der ersten Stunde und in diesem Jahr mit einem neuen Stand präsent. Motto: „Mit Spannung in die Zukunft“. „Dazu gehört das Angebot, Selfies aufzunehmen, auf denen jedem die Haare zu Berge stehen“, kündigt AVU Vorstand Uwe Träris an. Ebenso interessant: Erstmals haben Schüler die Chance, eine „Blitz-Bewerbung“ um einen Ausbildungsplatz als Elektroniker für Betriebstechnik abzugeben.

Träris sieht gute Gründe, Aussteller und vor allem auch Unterstützer der Messe zu sein: „Aus vielen hier geführten Gesprächen hat sich tatsächlich ein Ausbildungsvertrag ergeben. Auf solche Erfolgserlebnisse, von denen beide Seite profitieren, hoffen wir auch in diesem Jahr. Und wenn die Jugendlichen am Ende in einem anderen Beruf und einem anderen Unternehmen glücklich werden, hat sich unser Engagement ebenso gelohnt.“

Wenn die Verkehrsgesellschaft Ennepe Ruhr ihren Messestand aufbaut, liegt hinter den Verantwortlichen bereits das Planen einer logistischen Meisterleistung. Die Aufgabe ist gewaltig: Es gilt im richtigen Takt 4.050 Schüler aus 29 Haupt-, Gesamt-, Real-, und Sekundarschulen, aus Förderschulen, Gymnasien und Berufskollegs im gesamten Kreis nach Ennepetal und wieder zurück zu bringen.

„Zudem“, so VER Geschäftsführer Jörg Filter, „bieten wir auch für Besucher und Aussteller Pendelfahrten zwischen Parkplätzen und unserem Gelände an. Um das neben dem alltäglichen Linienbetrieb leisten zu können, richten wir auf einem Gelände in Schwelm Jahr für Jahr quasi über Nacht ein zweites Busdepot samt provisorischer Leitstelle ein und leihen uns bei anderen Unternehmen Fahrzeuge.“

Insgesamt bringt die VER 25 Messebusse zum Pendeln. Wie für die AVU ist auch für die VER und ihre Mitarbeiter das Mitmachen und Unterstützen schon Tradition. „Jungen Menschen eine Chance auf ihrem Lebens- und Berufsweg zu geben und damit die Gesellschaft und die Wirtschaft voranzubringen, das ist auch uns ein Anliegen“, so Filter.

Wie sinnvoll und notwendig die Messe auch in ihrem neunten Jahr ist, unterstreicht Michael Stechele von Agentur für Arbeit Hagen. „Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt im Ennepe-Ruhr-Kreis angespannt. Es gibt allerdings sehr große Unterschiede zwischen Berufen, Branchen und auch den Kommunen. Die Ausbildungsmesse ist daher von überragender Bedeutung. Hier werden neben den bekannten Berufen auch die vorgestellt, die Jugendliche viel zu häufig erst auf den zweiten Blick wahrnehmen.“

 

Stichwort Ausbildungsmesse

Mit „Für die Zukunft ausbilden“ wurden seit 2009 mehr als 50.000 Jugendliche erreicht. Das Messekonzept hat sich bewährt, wird längst von anderen kopiert. Zahlreiche Ehrengäste zeigten sich begeistert. In diesem Jahr steht Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck an der Spitze der prominenten Besucher.

Organisiert wird die Messe von der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr und der agentur Mark im Auftrag des Kreises. Finanzielle Unterstützer sind die Agentur für Arbeit Hagen und die AVU, Transportpartner ist die VER, Medienpartner die Westfalenpost.

Die Messe im Busdepot der VER (Wuppermannshof 7, Ennepetal) ist am Freitag, 29. September, von 8.30 bis 14 Uhr ausschließlich Schülern und Lehrern vorbehalten. Anschließend öffnen sich bis 17 Uhr die Türen für alle Interessierten. Unter www.ausbildungsmesse-en.de finden sich neben vielen Informationen rund um die Messe und die Aussteller auch wertvolle Tipps für den „Start in die Ausbildung“.


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